Unsere Reise nach Thailand- Teil 2

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~Krabi~

Nach einer entspannten Zeit in Chiang Mai sind wir, wieder mit dem Flugzeug in Krabi gelandet. Krabi war für uns nur ein Zwischenstopp. Das erste woran ich mich erinnere als wir dort angekommen sind, waren riesige wunderschöne Felsen wohin man auch gesehen hat und irgendwie hat Krabi ein ganz besonderes Flair mit dem Meer im Hintergrund und dem vielen Grün drum herum.

Unsere nächste Übernachtungsmöglichkeit fanden wir wieder über Airbnb, eine tolle Unterkunft, die privat vermietet wurde. Eine super schöne große Wohnung mit Bad, Klima, Fernseher einem riesigen Bett und Platz für mindestens 4 Leute. Wirklich schön und ruhig war es dort auch. Ein Supermarkt befand sich direkt gegenüber von unserer Unterkunft und einen Roller konnten wir dort auch wieder mieten. Es empfiehlt sich übrigens vorher sich die Roller genauer anzuschauen und am besten auch auf Bremsfähigkeit und weiteres zu überprüfen. In Chiang Mai wären wir fast mit so einem Teil ungebremst den Berg runter gerast, weil die Bremsen einfach versagt haben. Auch hier macht es wirklich Sinn sich vorher ein wenig zu erkundigen, welcher Verleih in eurer Nähe ist und auch gute Bewertungen hat (TripAdvisor ist sehr hilfreich). Es ist auch immer besser den Roller, den ihr ausleiht vorher zu fotografieren, damit später keine Probleme beim Zurückbringen auftreten wie zB.: Die Kratzer waren vorher nicht dort oder der Lack ist abgeplatzt oder sonst was ;). Wenn man schon einen Motorradführerschein hat, ist das immer von Vorteil. Man kann den Verkehr besser einschätzen und überblicken und fährt auch sonst etwas sicherer auf den doch unübersichtlichen und chaotischen Straßen. Aber zurück zu Krabi. Wir wollten auch hier etwas entdecken und erleben und schauten ein bisschen in Broschüren und im Internet herum. Dabei haben wir entdeckt, dass es einige Angebote zum Kanu fahren gibt. Und man hier einen sehr coolen Tempel besichtigen kann. Das Meer wollten wir uns ebenfalls mal ansehen. Gleich am nächsten Tag haben wir erstmal eine Kanufahrt gebucht. Ich bin noch nie mit einem Kanu gefahren und in Thailand macht es natürlich besonders viel Spaß das auszuprobieren, weil mein so eine wahnsinnig schöne Natur um sich herum hat und das tolle Wasser unter einem. Wir waren eine kleine Gruppe von Leuten jeweils 2 Personen in einem Kanu und ein Guide direket vor uns. Jeder bekam eine Schwimmweste und eine kleine Einweisung und schon ging es los. Wir hatten eine wirklich lange Strecke vor uns und sind dabei an interessanten Bäumen und Höhlen vorbeigekommen. Wir sind auch am Felsen vorbeigefahren, der Drehort eines berühmten Films war ;). In einer kleinen Höhle durften wir mit unseren Kanus sogar anlegen und konnten schwimmen gehen :). So ein Ausflug eignet sich auch wunderbar für Familien und Gruppen. Wer also Lust hat sich zu bewegen und dabei die schöne Natur zu bewundern und ein bisschen etwas über Krabi zu erfahren, ist so eine Kanu Tour perfekt geeignet. Man sollte allerdings die Sonnencreme nicht vergessen und etwas zur Kopfbedeckung sonst kann es durchaus heiß werden und man holt sich sehr leicht einen Sonnenbrand.

Ein blinder Passagier xD

Unsere Unterkunft in Krabi
Man beachte diese wunderschöne aber praktische Kopfbedeckung xD Selfmade aus Pullover und T-Shirt haha

Nach dem Kanufahren ging es für uns am nächsten Tag zum Tiger Cave Temple. Alles bequem mit dem Roller zu erreichen :). Dieser wunderbare Tempel ist nicht nur schön, sondern auch eine kleine Herausforderung. Denn man muss 1.237 Stufen hoch laufen bevor man eine wahnsinnig tolle Aussicht genießen kann. Durch die warme Luft und die Sonne ist es nochmal beschwerlicher dort hochzusteigen, aber es ist ein tolles Gefühl, wenn man dann oben angekommen ist und man hat einen tollen Blick über Krabi und die Natur. Außerdem befindet sich eine wirklich coole Buddha Statue ganz oben auf dem Tempel und auch wenn man etwas Zeit und Ausdauer mit bringen sollte, ist es ein tolles Ausflugsziel. Aber Vorsicht vor den Affen. Diese kleinen süßen, frechen Tiere lauern überall unten am Tempel und trauen sich auch Wasserflaschen aus der Hand zu klauen oder andere Sachen, auf die man nicht achtet. Aber es ist auch sehr cool die Affen zu beobachten. Dort sind ganze Affenfamilien!

Wir, als wir endlich oben angekommen sind

Wunderschöne Aussicht (das ist eins meiner Lieblingsbilder aus Thailand)

Was man in Krabi auch toll machen kann, sind Essensmärkte zu besuchen. Gerade abends, wenn man Hunger hat, bekommt man dort leckeres Essen für wenig Geld. Auch Kleidung und Souvenirs kann man dort gut kaufen. Unsere Lieblingssüßspeise war eine Art Crépe/Pfannkuchen namens Roti Pancake mit frischer Kokosnuss, Banane und Schokolade, einfach total lecker 😀 den gibt es mit vielen verschiedenen Füllungen. Aber auch ich hatte (so lecker das Essen dort ist) irgendwann mal richtig Lust auf einen Burger und etwas wo kein Reis dabei ist. Zum Glück gibt es auch in Thailand Mc Donalds haha und wir haben uns einmal dort etwas zu Essen geholt. Das war in dem Moment für mich der beste Burger überhaupt nach so einer Langen Zeit mit Thai Food. Und auch Pizza haben wir einmal geholt. Eine schöne Pizza Hawaii in Thailand :D.

Essensmarkt
In Thailand kann man tollen Fisch essen 😀

Wir blieben ungefähr 3 Tage in Krabi. Der Strand dort wo wir waren, war nichts Besonderes und für uns waren 3 Tage dort völlig ausreichend um alles zu sehen, was wir wollten. Und da unser Ziel ja sowieso Koh Tao war, war uns der Strand und Baden gehen in Krabi nicht so wichtig. Allerdings wollte ich mir gern noch eine weitere Insel ansehen, bevor wir zum Tauchen nach Koh Tao weiter gezogen sind. Also ging es als nächstes nach Koh Phangan.

~Koh Phangan~

Die meisten kennen Ko Phangan als Partyinsel und Reiseziel für Full Moon Partys. Vor allem für junge Menschen ist die Insel ein beliebtes Reiseziel. Ja, die Insel hat durchaus auch eine Art von Ballermann Flair und bietet Partys am Strand und aneinandergereihte Shops von Kleidung bis hin zu Bars und Essen an. Man findet viele Hostels und auch viele junge Urlauber und Backpacker. Allerdings hat Koh Phangan auch eine ganz andere Seite. Auch hier kann man die Insel toll mit dem Roller umfahren und sie bietet auch viele ruhige und abgelegene Stellen, weg vom Touristen Trubel. Auf Koh Phangan hatten wir ein süßes Zimmer, etwas abseits und umringt von Palmen. Nicht weit von dort konnte man tolle Lokale zum Frühstücken finden. Wir fuhren ein wenig herum und fanden eine abgelegene Stelle mit Häusern und Palmen. Dort habe ich auch eine coole Palme entdeckt für ein Foto ;). Ein Stückchen weiter fanden wir eine Anlegestelle für Boote. Von dort aus konnte man nach Bottle Beach fahren. Ein abseits gelegener Strand. Wir fuhren rüber und wollten uns das mal ansehen. Ich kann nur sagen…wunderschön. Blaues Wasser und kaum Menschen. Ein schöner Strand. Man konnte dort auch Ferienbungalows mieten. Auf jeden Fall kann man dort ein bisschen Ruhe genießen. Im Wasser waren allerdings ganz feine Fäden von Quallen und sobald man im Wasser war haben die gebrannt wie kleine Nadelstiche am ganzen Körper. Es gab auch ein Schild, dass man auf Quallen im Wasser achten sollte. Leider haben wir das etwas spät gesehen. Und die Sonne hat gebrannt. Ohne Schatten und Sonnenschutz auf jeden Fall nicht auszuhalten. Die Boote fahren dort alle 2 Stunden wieder zurück. Und so kommt man ganz schnell auch wieder zurück zur Hauptinsel.

Bottle Beach

Koh Phangan ist eine lebendige Insel. Abends geht es erst richtig los, wenn die ganzen Lokale und Bars eröffnen und auch ohne Full Moon Party gibt es hier fast täglich andere Festivals und kleinere Partys. Wer gesellig ist und Lust auf Unterhaltung hat, Anschluss finden will und neue Leute kennenlernen möchte, der ist hier sehr gut aufgehoben 🙂 auch hier findet man bis spät in die Nacht hinein Stände und Märkte wo man leckeres einheimisches Essen bekommt.

Uns haben ein paar Tage auf Koh Phangan gereicht und wir wollten weiter zu unserem letzten Ziel Koh Tao!

~Koh Tao~

Von Koh Phangan aus sind wir mit der Fähre nach Koh Tao gefahren. Es war eher ein etwas heruntergekommenes Boot aber für eine kurze Weile ist es für den Preis okay. Man darf halt nur nicht seekrank sein, denn das Boot schaukelt schon extrem auf den Wellen. Es gab auch noch eine etwas teurere Kategorie von Schiff, was auf jeden Fall entspannter gewesen wäre, aber das hätte uns auch mehr gekostet. Nach ein paar Stunden sind wir endlich angekommen und jetzt hieß es nichts wie los zur Tauchschule. Wir entschieden uns für Phoenix Divers, weil Martin dort schon seine vorherigen Tauchkurse gemacht hatte und die Tauchschule sehr mochte. Auf Koh Tao wimmelt es nur so von Tauchschulen. Es gibt sehr viele Schulen dort, die auch deutschsprachige Kurse anbieten. Am besten man informiert sich vorher ein wenig. Auch für Backpacker die sich spontan entscheiden einen Tauchkurs zu machen ist die Insel bestens geeignet. Was auch interessant ist, viele Tauchschulen haben Unterkünfte die man kostenlos oder gegen ein geringen Aufpreis nutzen kann und sogar Frühstück beinhalten. Das bedeutet, wenn ihr einen Tauchkurs macht (der ja an sich schon teuer ist) bekommt ihr kostenlose Unterkunft und Frühstück. Erwartet allerdings nicht zu viel davon, denn meistens sind das Mehrbettzimmer und nicht gerade das was man sich vielleicht wünschen würde. Wir entschieden uns auch erstmal für so eine Unterkunft allerdings für einen kleinen Bungalow, auch wenn ich nicht so begeistert davon war. Und leider behielt ich mit meinem Gefühl auch Recht, denn das Teil in dem wir übernachtet haben, war wirklich herunter gekommen und vor allem konnten ganz leicht Tiere von draußen in den Bungalow rein. Es hat nicht lange gedauert, bis wir einen Tausendfüßler bei uns im Zimmer hatten und die sind nicht so klein wie bei uns, sondern riesig und sie beißen. Das Tierchen hatte sich in Martins Schwimmhose versteckt. Leider haben wir das zu spät bemerkt, da hat es ihn auch schon gebissen. Und dieser Schmerz muss höllisch weh tun. Die Tausendfüßler dort sind auch giftig, aber zum Glück hat da ein Mittel aus der Apotheke ausgereicht. Nach dieser Aktion haben wir uns am nächsten Tag direkt etwas anderes zum Übernachten gesucht und sind ca. 15 Minuten von der Tauchschule entfernt fündig geworden. Eine schönes Zimmer mit Balkon hatten wir dann. Purer Luxus im Vergleich zu der Unterkunft von der Tauchschule. Drum herum gab es viele Restaurants, Shops, Lebensmittelmärkte, Apotheken und Bars. Also eigentlich eine sehr belebte Ecke. Aber jetzt mal zur Tauchschule.

Unser Ausblick vom Balkon in der neuen Unterkunft

Ich selbst war vorher noch nie Geräte tauchen gewesen und war unsicher, ob ich nicht unter Wasser panisch werde weil das Atmen mit Sauerstoff doch ganz anders ist als wie gewohnt an der Luft. Also entschied ich mich erstmal für einen Schnupperkurs. Martin war bereits ein paar Stufen weiter als ich und wollte seinen Rescue Diver machen. Die Anmeldung lief problemlos und gleich am nächsten Tag haben wir beide Unseren Kurs begonnen.

Ich kann jedem einen Schnupperkurs empfehlen, der sich unsicher ist. Den haben wir erstmal im Pool gemacht. Mit meinem Tauchlehrer habe ich auf Englisch gesprochen aber das funktioniert ganz gut und war kein Problem. Die ersten Tauchgänge haben wir im Pool gemacht. Und ich muss ganz ehrlich sagen, es ist schon eine Umstellung, das Tauchen unter Wasser. Das wichtigste ist, dass man immer ruhig bleibt und nicht in Panik gerät. Denn wenn man einige Meter unter Wasser ist, kann man nicht so plötzlich und panisch wieder auftauchen. Das sollte alles ganz kontrolliert passieren, um keine inneren Verletzungen davon zu tragen. Aber mir hat es gefallen! Besonders als wir dann ein kleines Stück im offenen Meer getaucht sind. Diese ganzen Farben, die man unter Wasser sieht sind wirklich einzigartig und schön. Also habe ich mich direkt für einen Tauchkurs angemeldet um den ersten Schein, den Open Water Diver zu machen.

Am nächsten Tag ging es los. Ich hatte Glück, denn unsere Gruppe bestand nur auch einem anderen Mädchen (Gabriella) und mir und natürlich unserem Tauchlehrer. Zuerst haben wir im Pool getaucht und im trockenen gelernt wie man die Sauerstoffflasche richtig anschließt und benutzt. Wir haben Handzeichen gelernt, damit man sich auch unter Wasser verständigen kann. Und wir haben gelernt uns gegenseitig zu überprüfen, ob alles angeschlossen ist und auch richtig funktioniert bevor man ins Wasser geht. Im Pool haben wir dann den ganzen Tag Übungen gemacht. Zum richtigen Atmen unter Wasser, was man tut wenn man seinen Sauerstoff Schlauch verliert oder die Tauchermaske voller Wasser läuft. Oder der Sauerstoff plötzlich leer ist oder man aus irgendwelchen Gründen keine Luft durch den Sauerstoff bekommt (Ja der Tauchlehrer hat uns auch man die Sauerstoffflasche unter Wasser zu gedreht). Wir haben auch gelernt wie man richtig und kontrolliert auftaucht und sich Luft entweichen lässt, um abzutauchen und wie man den Druck unter Wasser ausgleichen kann. Alles sinnvolle Dinge, die wir später im Meer auch gebraucht haben.

Unsere kleine Tauchgruppe 🙂

Die nächsten Tage sind wir dann zusammen mit anderen Tauchschülern mit Booten aufs Meer raus gefahren und konnten unsere Übungen vom Pool im Meer testen. Wenn man erstmal die ersten Meter überwunden hat und mit dem Druckausgleich alles gut funktioniert, ist es einfach nur wahnsinnig toll. Man kann so viel sehen: Korallen, Fische, Algen, vor allem coole Fische und es ist angenehm unter Wasser, weil man für eine Zeit lang alles vergessen kann, was über einem ist. Eine goldene Regel beim Tauchen ist: Man kann sich alles ansehen aber man soll nichts anfassen! Keine Fische und vor allem keine Korallen und Korallenriffe! Auch wenn es dazu verleitet. Alles was unter Wasser ist, kann kaputtgehen, sobald wir es berühren weil die Unterwasserwelt voll mit kleinen Lebewesen ist. Also sollte man auch mit seinen Flossen und Händen nichts berühren, sondern durch das Wasser gleiten und respektvoll mit dem Leben unter Wasser umgehen.

Nach ein Paar wundervollen Tauchgängen haben wir dann eine Theorie Prüfung zum Thema tauchen abgelegt. Als wir diese bestanden hatten, hatten wir unseren letzten Tauchgang im offenen Meer und nun offiziell unseren Open Water Kurs erfolgreich abgeschlossen.

Ich hatte einen wirklich coolen und geduldigen Tauchlehrer gehabt und eine tolle Tauch Partnerin. Der Kurs hat wirklich Spaß gemacht und ich kann jedem empfehlen das einmal auszuprobieren. Falls ihr euch die Tauchschule mal ansehen wollt, habe ich hier einen Link für euch http://www.phoenixdiverskohtao.com/

So ein Tauchkurs ist auch für Alleinreisende und Paare toll, weil man viele neue Leute kennenlernt und auch nach den Tauchgängen etwas gemeinsam unternehmen kann.

Hier auf Koh Tao haben wir unsere Reise ausklingen lassen. Eine sehr schöne Insel, die aber keinesfalls langweilig und ruhig ist. Man kann hier tagsüber tauchen gehen oder Wassersport betreiben und Abends in die zahlreichen Bars und Restaurants gehen oder sich einfach ein Eis schmecken lassen und ein wenig Shoppen gehen.

Unsere Thailand Reise endete da wo sie begonnen hatte, in Bangkok und am liebsten wäre ich noch ein wenig dort geblieben. Auf jeden Fall habe ich von dieser Reise eine Menge Eindrücke, Erlebnisse, Erfahrungen und Freude mit nach Hause genommen. Für mich persönlich ist es immer wieder eine Reise wert und es steht schon fest, dass das nicht unsere letzte Reise nach Thailand war. Nächstes Mal dann als kleine Familie zu dritt :).

 

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