Unsere Reise nach Thailand- Teil 1

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Vor einem Jahr um diese Zeit waren wir auf Ko Tao in Thailand. Dort habe ich meinen ersten Tauchkurs gemacht und mich in das Land und die Menschen absolut verliebt. Aber fangen wir beim Anfang an…

Vorletztes Jahr hatten wir uns entschieden gemeinsam eine Reise nach Thailand zu machen und haben dann auch sehr bald 2 Flüge (hin und zurück) gebucht. Von meinem Cousin, der selbst schon da war und total begeistert von seiner Reise erzählt hat, hatte ich noch mehr Lust bekommen mir das alles mal selbst anzuschauen. Vor Allem, weil mich asiatische Länder total faszinieren und das eigentlich schon immer.

~ Bangkok~

Ankunft in Bangkok nach einer halben Ewigkeit! Müde aber glücklich und Martin war auf diesem Bild noch frisch rasiert xD

Wir wollten eine Backpacking Reise machen. Haben nur die Flüge gebucht. Wollten das Land kennenlernen und einfach flexibel und spontan sein. Ende Februar 2017 ging es dann los. Der Flug dort hin war schon sehr lange, aber zum Glück sind die Flugzeuge heute hervorragend ausgestattet, sodass man genug Filme schauen oder Musik hören kann. Wir hatten einen Zwischenstopp in Dubai und sind von dort dann direkt nach Bangkok geflogen. Irgendwann mitten in der Nacht kamen wir dann in Bangkok an. Meine Güte, ich war total fertig und müde aber glücklich. Und als wir aus dem Zug ausgestiegen sind, der uns in Richtung Bangkok City gebracht hatte und ich diese unglaublichen Wolkenkratzer und hohen Gebäude gesehen hatte, war die Anstrengung des Fluges vergessen. Die Luft hat mich auch extrem umgehauen haha. Ich habe noch nie so eine warme und gleichzeitig von Abgasen verpestete Luft gerochen. Das ist schon extrem in Bangkok und zeitweise muss man dort echt Husten, weil es so im Hals kratzt. Besonders wenn man auf den Straßen mit einem Tuk Tuk unterwegs ist :D. Mit so einem coolen Teil sind wir dann auch in Richtung Khao San Road gefahren und da habe ich schon gemerkt, wenn man sich nicht auskennt, dann versuchen die Einheimischen einen abzuzocken wo es nur geht. Aber auf eine ganz charmante Art. Es ist auf jeden Fall sinnvoll sich ein wenig auszukennen. Die Preise lassen sich fast immer aushandeln und man sollte aufpassen sich nicht in etwas verwickeln zu lassen, was man gar nicht möchte. An jeder Ecke wird einem etwas angeboten: Massagen, Kokosnüsse, Doctor Fish :D, Ping Pong Shows, Tuk Tuk.

Jedenfalls sind wir mit so einem Tuk Tuk (sollte man mal ausprobieren, macht wirklich Spaß) nach einer Weile mitten auf der Khao San Road angekommen. Das war so heftig, vor allem nach so einem langen Flug. Bars und Clubs, laute Musik, riesige alkoholische Getränke, extrem bunt und schrill alles und dazwischen Essens Stände und Kleidermärkte. Man kann sich das wie eine riesige Partymeile vorstellen. Sollte man mal gesehen haben aber brauchen tue ich das nicht unbedingt jeden Abend xD.

Unsere erste Unterkunft haben wir ganz in der Nähe gefunden. Der Ort nannte sich Banglamphu. Dort hatten wir ein kleines Zimmer in einem Hostel mit einem Bett, einem Mini Bad und einem Ventilator. Kein Luxus aber günstig und in Ordnung. Für Backpacker kann ich diese Gegend wirklich empfehlen. Man findet dort immer ein Zimmer und hat eine große Auswahl an Essen, Restaurants und Ständen und alles für wenig Geld. Außerdem ist man sehr zentral. Dort gab es übrigens das beste indische Essen, was ich bisher probiert habe. Der Laden hieß Santi und wenn ihr in der Nähe seid, müsst ihr unbedingt mal dort essen gehen.

Unser Plan für die nächsten Tage sah so aus: 3 Tage Bangkok, dann nach Chiang Mai, Koh Phangan, Zwischenstopp auf Krabi und dann nach Ko Tao zum Tauchen.

Am nächsten Tag wollten wir uns aber erst mal den Chatuchak Market in Bangkok anschauen. Man kann sich nicht vorstellen, wie riesig dieser Markt ist. Dort gibt es wirklich alles, von günstiger Kleidung, Essen, Lampen und Dekoration, bis hin zu einem Tiermarkt (ja hier kann man lebende Tiere kaufen, das ist süß und traurig zugleich) und vielen vielen weiteren Sachen. Unfassbar wie groß das alles ist und Vorsicht, wenn ihr auf Toilette müsst, ich habe dort nur eine einzige gefunden und die war mittendrin. Aber es ist auf jeden Fall sehenswert und dort findet man auch super schöne Souvenirs und Andenken.

Wenn ihr in Bangkok seid, esst unbedingt Pad Thai. Diese Nudelspezialität ist einfach total lecker und in jeder Region schmeckt es ein bisschen anders. Das beste Pad Thai habe ich tatsächlich in Bangkok gegessen 🙂 und keine Angst vor dem Essen von den Straßenständen. Das ist alles sehr lecker und der Magen hält schon einiges aus.

~Chiang Mai~

Mini Tempel um die Erdgeister zu besänftigen. Man findet sie in Thailand sehr häufig mit Opfergaben in Form von Blumenkränzen, Essen oder Getränken.

Nach ein paar Tagen Bangkok haben wir unsere Rucksäcke gepackt und wollten weiter ziehen. Wir wollten in den Norden, nach Chiang Mai. Um von Bnagkok dort hin zu kommen haben wir Inlandsflüge gebucht über Air Asia. Die waren günstig und sind auch für ein kleines Reisebudget geeignet. Natürlich kann man auch mit dem Bus oder der Bahn innerhalb Thailands reisen aber man spart sich Zeit und das war uns wichtig. Teilweise sind Bahnreisen nicht viel günstiger. Wir haben vor Ort immer mal im Internet geschaut, wann es günstige Angebote zum weiter reisen gibt. Oder man geht dort direkt an den Flughafen und fragt nach. Mit Englisch kommt man in Thailand übrigens gut zurecht. Fast jeder spricht Englisch dort.

Angekommen in Chiang Mai…der Flug war kurz und mein erster Eindruck von der Stadt war…Ruhe. Chiang Mai ist ganz anders als Bangkok. Es ist sehr angenehm dort, die Luft ist wesentlich besser und die Menschen sind nicht so hektisch und aufdringlich. Eine wirklich schöne Stadt und vor allem ist es dort schön grün. Wir hatten uns im Internet über Airbnb eine neue Unterkunft gebucht, in einem Hostel namens Hey Ha (was auf Deutsch Spaß bedeutet). Heute läuft wirklich vieles übers Internet und es ist einfacher sich Unterkünfte spontan zu buchen. Auch die Bewertungen helfen dabei, etwas Ordentliches zu finden. Wer noch mit dem Reiseführer Lonely Planet umherreist, kann sich auch danach richten. Das funktioniert genauso gut.

Zur Unterkunft sind wir mit dem Taxi gefahren (sucht euch am besten eins mit Taximeter oder handelt vorab einen Festpreis aus, sonst kann es teuer werden). Eine super Alternative ist auch Uber. Wer es noch nicht kennt, das ist wie eine Art Taxi aber von privat Personen, die mit ihren eigenen Autos, Leute von A nach B fahren und das Gute daran ist, ihr seht vorher immer wie viel es kostet und zahlt das auch direkt vorab :).

Nach einer fahrt durch die Stadt, sind wir irgendwann in unserer neuen Unterkunft angekommen und ich kann euch sagen, das war ein riesengroßer Unterschied zu unserem ersten Hostel. Ein sehr netter Gastgeber hat uns empfangen und wir wurden zu unserem wirklich großen Zimmer gebracht. Ein großes Bett, ein noch größeres Bad, ein Fernseher und Klimaanlage und alles wirklich sehr sauber. Der Gemeinschaftsraum mit einer kleinen Küche befand sich unten im ersten Stock und wir hatten sogar kostenloses Wasser und Frühstück zur Verfügung, was wirklich praktisch ist und Geld spart. Die Gastgeber (ein junges Thailändisches Paar) waren sehr gastfreundlich und haben oft mit uns gemeinsam Abends am Tisch gesessen, sich mit uns unterhalten und uns gute Tipps über Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Chiang Mai gegeben. Außerdem konnten wir gegen einen geringen Betrag Fahrräder oder Motorroller mieten. Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt und kann das Hostel wirklich empfehlen 🙂

Unser Zimmer in Chiang Mai (wirklich schön, im Vergleich zu dem was wir vorher hatten und hat uns 20€ die Nacht gekostet).

Die nächsten Tage in Chiang Mai hatten wir viel geplant. Wir erkundeten die Stadt, besichtigten Märkte, und schauten uns verschiedene Tempel an. Wir waren bei einer richtigen Thai Massage (die tat verdammt weh) und haben uns jeden Tag einen Fruit Shake gegönnt. Das Obst in Thailand ist einfach unglaublich gut. Man hat so viel Auswahl und alles schmeckt 10 mal besser als bei uns, was ja auch logisch ist, weil die Früchte reif sind und dort wachsen. Und weil das Obst dort so lecker ist, wollten wir auch unbedingt einen Fruit Market besuchen. Wir fanden einen, in der Nähe vom Hafen der Altstadt. Einen Riesen Markt mit Bergen von Früchten, Gemüse und Gewürzen und natürlich Essen an jeder Ecke. Das sollte man mal gesehen haben und man kann so viel probieren, was man noch nicht kennt. Wirklich super interessant. Natürlich haben wir uns gleich mehrere Melonen, Mangos und Ananas fürs Abendessen gekauft.

Fruit Market 🙂

Wer Tempel Besichtigungen mag, der ist in Chiang Mai bestens aufgehoben. An jeder Ecke gab es etwas zu besichtigen. Ich finde es unglaublich spannend sich das alles anzuschauen. Man sieht, dass sehr viel Liebe und Detail in diesen Gebäuden steckt. Einer der beeindruckendsten Tempel war Doi Suthep. Er liegt direkt auf einem Berg und ist über viele Treppenstufen zu Fuß zu erreichen (um auf den Berg zu kommen sollte man sich allerdings ein Auto, Taxi oder Motorroller nehmen). Vom Tempel aus kann man bei guter Sicht über ganz Chiang Mai blicken. Man sollte als Frau aber die Kleiderordnung in allen Tempeln beachten. Bedeckte arme, Schultern und Beine sind dort Pflicht. Manche Tempel bieten auch lange Kleidung zum Ausleihen an. Schuhe ausziehen ist ebenfalls Pflicht. Ich finde es eine sehr schöne Tradition in Thailand, in Tempeln, als Gast und in Restaurants und Geschäften die Schuhe auszuziehen bevor man einen Raum betritt. Mir hat das ein Gefühl von Heimat gegeben und willkommen zu sein. Es gibt unzählige Tempel in Chiang Mai, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Man bekommt auch ein Wenig von der Tradition, den Gebeten und den Mönchen mit. Man kann Fragen stellen und sich auch segnen lassen. Ein schönes Ziel für einen Ausflug :).

Der Treppenaufstieg zum Doi Suthep

Chiang Mai hat uns so gut gefallen, dass wir dort 10 Tage geblieben sind. Die Stadt bietet sehr viele Aktivitäten und Kursangebote. Wir haben dort noch einen Kochkurs gemacht (kann ich sehr empfehlen, wenn man Interesse an den Landestypischen Gerichten hat und später auch zu Hause nachkochen möchte). Wir haben eine Jungle Tour gemacht, was wirklich actionreich war, nah an der Natur und weit weg von Touristen und Trubel.

Das Bild ist auf unserer Jungle Tour entstanden. Mit diesem Floß sind wir tatsächlich wieder zurück zur Stadt gefahren 😀 Selbstgebautes Floß aus Bambus haha

Die Sticky Waterfalls haben wir besucht (Einen Wasserfall, den man quasi hoch laufen kann direkt im Wasser) und wir waren in einem Elefanten Camp, was für mich persönlich ein Highlight der bisherigen Reise war. Vor einer Zeit lang gab es noch in Thailand überall das elephant riding, weil Touristen das als Attraktion gesehen haben. Mittlerweile hat man aber umgesattelt auf Camps, in denen man die Elefanten füttern kann, sieht wie sie leben, mit ihnen badet und mehr über sie lernt. Lernt sie zu verstehen. Das ist eine unglaubliche Erfahrung und man kommt den Elefanten dort sehr nahe. Es gibt unzählige Camps und Firmen die so etwas anbieten. Wir waren im Ran Tong Save and Rescue Elephant Centre und kann es aus meiner Erfahrung weiterempfehlen. Die Elefanten liefen frei herum und jeder Pfleger hatte einen Elefanten den er betreut. Man konnte weder auf den Tieren reiten noch waren sie angekettet und das Gelände der Tiere war riesig. Mit inbegriffen war extra Kleidung (so konnte man sich ohne Bedenken beim Schlammbaden und spielen mit den Elefanten dreckig und nass machen). Wir hatten ein warmes Mittagessen, welches wirklich lecker war und einen Fotografen mit dabei der Bilder von uns machte ( die Bilder kosten extra aber man kann auch selbst welche machen). Wer Elefanten schon immer ganz nah sein wollte, für den ist das eine tolle Sache ;).

Elefanten füttern, mit ihnen baden und ihnen nahe sein 🙂

 

Weiter ging es für uns in…Krabi, Ko Phangan und Ko Tao. Lest mehr darüber in Teil 2!;)

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